St. Martin mit Lottersteig

Leider hat eine unbekannte Macht für uns Mitteldeutsche vor dem richtigen Bike-Spass die leidige Anfahrt gesetzt. Und so machten wir uns in frühester Morgenstunde um 4 Uhr (in Worten: vier!!!) auf die gut 5-stündige Fahrt in Richtung Vinschgau. Auch wenn das Wetter in Deutschland noch etwas durchwachsen war, empfing uns das sunshine valley mit einem seiner 300 Sonnentage im Jahr. Die Pension Stiag`n Guat in Kastelbell war schnell gefunden und so konnten wir am Mittag schon mit dem harten Trainingsplan beginnen: Eiskaffee im schattigen Garten sollte helfen, uns mental zu aklimatisieren und Energie für die erste gemeinsame Tour zu tanken. Kurze Zeit später saßen wir schon alle im Sattel. Auf einer geteerten Nebenstraße schraubten wir uns mit fast konstanter Steigung aber stetig steigenden Temperaturen von Kastelbell (580m) hoch zur Seilbahn-Station St.Martin (1725m). Mit jedem Höhenmeter ließen wir das geschäftige Treiben des Tals hinter uns und konnten dafür umso mehr die grandiosen Aussichten in das breite Vinschgauer Tal genießen. Auch wenn alle noch einmal im Tal die Flüssigkeitsvorräte aufgefüllt hatten, forderte die gnadenlose Hitze - mittlerweile zeigten die Temperaturanzeigen 42°C - ihren Tribut. Und so waren wir kurz vor Erreichen der Bergstation noch gezwungen, uns mit einer kühlen Erfrischung zu stärken J. O.k., die Aussicht von der Alm war - bedingt durch eine Baustelle -geringfügig suboptimal, aber das Radler hat trotzdem gut getan. Nachdem der Konditionsteil erfolgreich beendet war, folgten mit der geplanten Trial-Abfahrt über Ratschill und Faller Hof hinunter nach Vetzan die Technik- und Orientierungsübungen. Gefühlsmäßig waren wir bestimmt richtig, aber am Annaberger Schloß hätten wir bei der Tour nicht vorbeikommen dürfen! Egal, die teilweise eher als Wandersteige zu bezeichnenden Trials waren ein netter Einstieg in das, was in den nächsten Tagen noch folgen sollte. Vor allem die Vorführung von Uwe, wie ein Weidezaun zum Fangzaun umfunktioniert werden kann, war höchst aufschlussreich – Respekt!!!! Die Rückfahrt auf dem fast autobahnmäßig ausgebauten Radweg von Vetzan nach Kastelbell war dann nur noch lockere cool-down Passage. Der ein oder die andere musste am Abend feststellen, dass auch Sonnencreme Grenzen hat. Das konnte uns aber die gute Stimmung nicht verderben und wir ließen uns das leckere Abendessen in der Heckenwirtschaft schmecken.

 

©Jens.

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